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Herbert Seckler über Riesling  

Autor: vanessa@sansibar.de
Datum: 15.07.2010

Manche Gäste wollen gar nicht glauben, dass deutsche Rieslinge ganz unterschiedlich schmecken können, je nachdem aus welchem Teil des Landes sie kommen. Aber es ist in der Tat so: Riesling ist nicht gleich Riesling. Die Rebe gilt - neben dem Chardonnay - als eine der wichtigsten und charaktervollsten Rebsorten der Welt und ist ohne Frage der Star unter den Weißweintrauben in Deutschland. Wie kaum eine andere Sorte nimmt die Rebe die Besonderheiten des Bodens, auf dem sie wächst, auf und bringt sie in den Weinen zum Ausdruck. Sie liebt steile Hänge und wird deswegen bevorzugt in der Umgebung Mosel, Saar und Rhein angebaut. Ein Riesling aus dieser Gegend, der auf Schieferboden gewachsen ist, schmeckt ganz anders als einer, der im Rheingau seine Wurzeln in Lehm- und Lößhänge gegraben hat. Die Stilrichtungen reichen von würzigen oder mineralischen Noten bis zu fruchtigen und exotischen Geschmacksnuancen. Beispielsweise der only Sansibar Robert Weil Turmberg Riesling. Für das Abenteuer Riesling genau der Richtige. Er stammt vom Turmberg, einem Ausläufer des Taunus Gebirges und absolute Spitzenlage des Gutes und verfügt über ein hervorragendes Mikroklima. Neben viel Sonne hat er eine gute Belüftung, was zusammen mit dem kargen Phyllitboden kleine, geschmackvolle Früchte bringt. Der hier gewonnene Riesling hat gleichzeitig eine hohe Mineralität und feine Eleganz und duftet herrlich nach reifen Pfirsichen. Er passt hervorragend zu Geflügelgerichte, Fischgerichten und der asiatischen Küche.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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"Rieslingkur"

Wie in einem vorigen Kommentar berichtet, weilte ich zwecks einer Kur, in Bad Schwalbach/ Taunus. Dieser Ort befindet sich nur wenige Kilometer von meiner Liebling- Weingegend entfernt. Dem Rheingau. Man kann sich daher denken, diese Kur hatte einiges zu bieten! Meine Gesundheit im Auge behaltend, verbannte ich die Zigaretten und beherzigte den Spruch meines Arztes, trinken sie lieber mal nen Wein. Böse Zungen behaupten, ich würde es übertreiben mit der Gesundheit. Nun, ich verbrachte die vier Wochen zwischen Anwendungen und Therapien sowie abends mit den Innwendigen. Einmal Rheingau von links nach rechts. Die örtlichen Lokale waren eine Fundgrube. So gut wie alle Lagen waren zu bekommen. Ein El Dorado des Weins. Das diese Art von Privatkur nicht immer den Segen der Ärzte fand, ich nahm es in Kauf. Jedenfalls lernte ich eines sehr schnell, der Rheingau ist unerschöpflich mit seinem Riesling. Wie der Herbert schon schrieb, leichte Unterschiede am Boden und schon schmeckt er ein Wenig anders. So war diese Kur in zweierlei Hinsicht gut für mich, Gesundheitlich ging es bergauf und der Rheingau prägte meine Vorliebe zum Riesling ganz entscheidend. Ich hoffe, mein kleiner, privater Ausflug hat Euch nicht gelangweilt.
In dem Sinne, machts gut und erfreut Euch doch mal an einem Riesling, Euer Charley

geschrieben von Charley am 27.07.2010 | 11:05 Uhr

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